Medizinische Hypnose                                                                                                                   

Ich stelle fest, dass Hypnose in unserem Kulturkreis oftmals eher gefürchtet wird, als dass sie als Bereicherung angesehen wird. Oft steht hier die Sorge um einen Kontrollverlust im Vordergrund.  Die Angst davor, der Hypnotiseur könne uns wie eine Marionette agieren zu lassen oder in negativer Weise manipulieren ist groß. Die Ungewissheit darüber, wie der Therapeut mit dieser „Macht“ umgeht, während man sich selbst auf ungewohntem Terrain bewegt und vermeintlich willenlos ausgeliefert ist. Diese Gedanken sind durchaus nachvollziehbar. Im therapeutischen Kontext sind sie jedoch unbegründet. Hypnose verursacht keine Willenlosigkeit, wie die Showhypnose vielleicht manches Mal vermittelt. Der Patient entscheidet im Vorfeld welches Thema er behandeln lassen möchte und er ist nur soweit beeinflussbar, wie er selbst es zulässt.

Was genau ist Hypnose eigentlich?

Hypnose stammt vom griechischen Wort hypnos und bedeutet Schlaf. Es ist also ein dem Schlaf oder Halbschlaf ähnlicher, durch Suggestion hervorgerufener, bewusstseinsveränderter Zustand. Dies kann eine Bewusstseinserweiterung sein (bei interaktiver Hypnose) oder eine Bewusstseinseinengung (direkter Hypnose). Anders als im Wachzustand ist es im bewusstseinserweiterten Zustand möglich, Zugang zu verborgenen Inhalten zu erhalten, Veränderungsprozesse einzuleiten, oder Denkmuster zu verändern.
Bei eingeengtem Bewusstsein werden Tiefenentspannungen ermöglicht oder seelische Blockaden gelöst.
Es ist von einer leichten, bis mittelgradigen Trance auszugehen, die dem Wachzustand ähnelt; bis hin zu einer leichten Somnolenz (Benommenheit). Der Patient ist jedoch jederzeit erweckbar.
Das quantitative wie das qualitative Bewusstsein werden so gesehen beeinflusst, derweil das Wachbewusstsein dennoch präsent ist.

Wozu und wogegen kann sie eingesetzt werden?

Zur Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion und Tiefenentspannung. Zur Lösung von Blockaden und bei Ängsten, Zwängen und Phobien können Hypnosen eingesetzt werden. Bei Schlafstörungen und Burn- Out und als Präventionsmaßnahme, bei Depressionen und Gereiztheit, bei körperlichen Verspannungen oder als Schmerztherapie u.v.m.
Positive Effekte sind zudem: Tiefe, körperliche Entspannung, Leistungssteigerung, Konzentrationsverbesserung, positives Denken, Selbstbewusstseinssteigerung, Motivationsaufbau, Harmonisierung eines unruhigen Nervensystems (Überspannung durch Stress)

Wie läuft eine Hypnose Sitzung ab?

Nach einem Erstgespräch und einer entsprechenden Anamnese folgt die Hypnose Sitzung und gegebenenfalls eine Weitere in einem Abstand von etwa einer Woche.
Um Kontraindikationen ausschließen zu können, Ziele zu explorieren und im Vorfeld noch offene Fragen zu klären ist in meiner Praxis grundsätzlich eine Anamnese erforderlich.
Zudem ist es m.E. für den Therapieerfolg ebenso wichtig, Vertrauen zum Therapeuten zu fassen, die Umgebung schon einmal kennenzulernen und sich schlichtweg gut aufgehoben zu fühlen.

Bin ich noch Herr der Lage?

Eine hohe Suggestibilität, also der Grad der Beeinflussbarkeit wird oftmals gleichgesetzt mit Willenlosigkeit. Dies ist aber nicht der Fall. Der Patient ist jederzeit bei Bewusstsein und sein freier Wille bleibt erhalten. Herrscht der Wille vor, nicht in Trance zu geraten, wird die Hypnose nicht funktionieren.

© Michèle Schumacher
Heilpraktikerin für Psychotherapie 


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